Forschung
Da
sich das Museum und Archiv der Deutschen Gesellschaft für Urologie als
Kompetenzzentrum zur Urologiegeschichte versteht, ist die Forschung im
Museum und Archiv der Deutschen Gesellschaft für Urologie eine
untrennbare Aufgabe. Denn die unmittelbare Aufgabe von Museen, das Sammeln Bewahren und
Forschen, bleibt dem Besucher und den Verantwortlichen in der Regel
verborgen. Die Ergebnisse der Arbeit in diesen Bereichen sind erst die
Grundlage für das Ausstellen und Vermitteln - und damit das öffentliche
Erleben von musealen Sammlungen. Durch die wissenschaftliche
Bearbeitung erfolgt die Einordnung des Objekts in seinen ursprünglichen
Kontext, wodurch dann die Aufnahme in eine thematische Präsentation
ermöglicht wird. Das Archiv und die Bibliothek sammelt zwar auch
Objekte, jedoch nicht solche, deren Information ursprünglich ist,
sondern mittelbar, sekundär. Hier werden Mentefakte gesammelt. Diese
Objekte können, im Gegensatz zu Musealien, ohne Informationsverlust
vervielfältigt werden, weil ihre Bedeutung nicht in ihrer Materialität
liegt, sondern in den
Informationen, die sie tragen. Ob Tontafel, Büttenpapier, Stein oder
CD-ROM, ist im Grunde gleichgültig. Somit ist etwa auch das
hunterttausendste Exemplar eines Buches seinem Manuskript ebenbürtig,
ist die Mikroverfilmung einer Urkunde in ihrem
Informationswert dem Original gleichzusetzen (Waidacher, F. vom redlichen Umgang mit den Dingen, 1996).
Zu beiden Aspekten leisten das Museum und Archiv der Deutschen
Gesellschaft für Urologie im Verbund mit nationalen sowie
internationalen Einrichtungen einen wichtigen Beitrag.
Daher werden in Zusammenarbeit mit Curator und Archivar und den mit
ihnen verbundenen universitären Forschungseinrichtungen, Dissertationen
vergeben. Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler laden wir
ein, mit den Sammlungsbeständen des Museums und der Museumsbibliothek
und den Quellenbeständen zu
arbeiten.
Voraussetzung für die Annahme als Doktorand/in ist die Teilnahme an
einem Wahlpflichtfach „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten”
des jeweilig affiliierten medizinhistorischen Institutes, eine e-mail
mit Themenvorschlägen und ein tabellarischer Lebenslauf an den Curator
oder Archivar.
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